Eine zunehmende Zahl von Menschen leidet unter Symptomen wie Ängsten, Schlafstörungen, Depressiven Verstimmungen oder wiederkehrenden Problemen in Partnerschaften oder im Beruf, deren Ursache die Folgen eines Traumas sein könnte.

Ein Trauma entsteht nicht nur durch schwerwiegende Erfahrungen, sondern vor allem auch durch Situationen, die uns – vor allem in der Kindheit – das Gefühl der Ohnmacht, d.h. des Ausgeliefertseins, was einen tiefen Schreck in unserem Organismus hinterlässt und sich dort einspeichert.

Besonders in den ersten 7 Lebensjahren ist unsere Seele besonders empfindsam, sodass

bereits scheinbar normale Erfahrungen, wie die Schwangerschaft, Geburt, die ersten Monate/Jahre als Baby und Kleinkind, vielerlei Schreck- & Schock-Momente mit sich bringen.

Bei einer traumatischen Erfahrung schaltet der Körper in eine Art „Überlebens-Mechanismus“ und trennt die lebensbedrohlichen Gefühle von der erlebten Situation und spaltet diese ins Unbewusste ab, von wo es sich im Laufe des Lebens immer wieder zeigt:

  • körperlich-seelisches Gefühl von Angst und Unsicherheit
  • Wir fühlen uns abgespalten von unseren Gefühlen und Empfindungen
  • Meiden von menschlichen Kontakten & Auseinandersetzungen
  • Überstarke Reaktionen in dem Trauma ähnlichen Situationen in zwischenmenschlichen Beziehungen

Traumatische Erfahrungen können auch durch stark angstauslösende Erfahrungen im Erwachsenenalter ausgelöst werden, wie z.B.

  • Todesangst durch Unfälle, Nachrichten, kritischen Situationen
  • Narkose-Nachwirkungen bei Operationen
  • Sexualität
  • Seelische Ausnahmesituationen privat & beruflich
  • Krieg, Flucht, Vertreibung – vererbt sich oft in abgeschwächter Form auch weiter

 

Ziel einer ganzheitlichen Traumatherapie ist:

  • Bewusstheit über Trauma und dessen Mechanismen zu fördern
  • Gesunde Umgehensweisen mit Herausfordernden Situationen zu lernen
  • Resourcen zu stärken & den eigenen inneren/äusseren geschützten Raum stärken
  • Behutsames Lösen von körperlichen und seelischen Spannungen
  • Inseln des Wohl-Fühlens zu schaffen und wieder langsam immer mehr Gefühle zu fühlen – nach und nach auch die Trauma-auslösenden Erfahrungen
  • Ein glückliches, lebendiges und selbstbestimmtes Leben zu führen

 

Traumaprävention – dem Körper gleich Gehör schenken
Wären die Menschen in ihrer Entwicklung fern der Natur, dass viele körperlichen und seelischen Erschütterungen hingenommen werden, hätte der Körper die Chance bemerkt und gehört zu werden.
Die Säugetiere sind sich da treu geblieben: Nach einer Haltung der Erstarrung, nach einer aufregenden Flucht oder nach einem Kampf sucht der Körper sich einen ruhigen Platz und regeneriert sich sofort, indem er mit einem neurogenen Zittern sich entspannt. Die Spannung lässt los, in dem der Körper einfach tun kann nach was ihm ist. Schwer vorstellbar für uns Menschen, wenn ich nur an einen Sturz denke beim Wandern: Da fragt ein anderer Wanderer: „Kann ich helfen? Ist alles ok?“ Keine Zeit zum Hinspüren, so unangenehm ist die Situation: „Alles gut“, höre ich mich antworten, stehe rasch auf, wackelig, aber niemand soll es mitbekommen, weil es mir unangenehm ist auch noch die Blicke auf mir zu haben. Hätte ich mir Zeit gelassen, erstmal durchgeatmet, meinen Körper wahrgenommen wie er sich fühlt, nach dem Schrecken sich plötzlich auf der Erde wiederzufinden, wäre mir auch das Zittern aufgefallen, mit dem mein Körper versucht den Stress des Sturzes loszulassen und den Körper wieder in einen entspannten Zustand bringen will.

 

 

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