Zen
Seit fast 30 Jahren ist mein persönlicher spiritueller Weg die christliche Zen-Meditation im Geiste des Sanbo Kyodan-Zen - eine Zen-Richtung, die von Pater Lassalle, einem Jesuiten, von Japan nach Europa gebracht wurde.
Die 2 klassischen Zen-Richtungen, Rinzai und Soto, wurden verschmolzen. So kann man sowohl den Weg der Koan - Schulung des Rinzai gehen, als auch Shikantaza praktizieren, den Weg des Soto-Zen.
Im Christentum haben viele Mönche und Nonnen diese Richtung begeistert auf- genommen, gab es doch auch im Christentum die mystische Versenkung, allerdings weit in unserer eigenen christlichen Vergangenheit „verloren gegangen“.
Meister Eckehart ist hier z.B. zu nennen – Mystik des deutschen Mittelalters, 14.Jhd. - lange lange ist`s her im Christentum.
Was ist Zen ?
Zazen - still sitzen - ist gegenstandslose Meditation, die das Einswerden, Einssein mit allem, die Erleuchtung, zum Ziel hat.
Inhalte wie
- Konzentration
- rechtes Sitzen
- das Jetzt-Sein
- Achtsamkeit
- Leer werden von allen Vorstellungen des Leibes und der Seele“
- satori - Erleuchtung
- die Leere
- die rechte Atmung - das Bindeglied zwischen bewußten und unbewußten,
grob- und feinstofflichen Funktionen
sind es, die uns im Zusammenhang mit Zen immer wieder begegnen.
Die Einzigartigkeit von Zazen liegt in folgendem: Der Geist wird dabei aus der Knechtschaft aller und jeglicher Gedankenformen, Visionen, Dinge und Vorstellungen befreit, wie heilig und erhaben sie auch sein mögen und in einen Zustand vollkommener Leere versetzt, aus dem allein heraus er eines Tages
seines eigenen wahren Wesens oder des Wesens des Weltalls innewerden kann.
aus: Die drei Pfeiler des Zen, Philip Kapleau, S.39
Es geschieht durch Zazen, dass die Energien und Kräfte des Körpers und des Geistes ausgeweitet und zum Durchbruch in die neue Welt der Freiheit mobilisiert werden. s.o., S.40
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